Kinesiologie

Die Kinesiologie umfasst verschiedene Verfahren.

Ich bin für folgende Verfahren ausgebildet:

 

Touch for Health:

Begründer dieser Behandlungsmethode sind Dr. John F. Thie und Prof. Godheart.

 

Die Kinesiologie ist sowohl ein Diagnostikverfahren, als auch ein Therapieverfahren. Vor ca. 40 Jahren entdeckte der amerikanische Chiropraktiker George Goodheart, dass sich bestimmte Vorgänge innerhalb des Organismus in den Muskeln abbilden. Hieraus resultiert ein besonderer Muskeltest, durch den Krankheitsherde oder maximal belastete Organe aufgefunden werden können.

Bei dieser Behandlungsmethode werden einzelne Muskeln isoloiert und getestet, ob sie die ihnen zugedachte Funktion erfüllen können. So können Muskeldysbalancen erkannt werden, da sowohl der Muskel selbst, als auch der Gegenspieler betrachtet werden. Muskeldysbalancen können zu Schmerzen oder Fehlfunktionen im Bereich von Gelenken, der Muskulatur, der Sehnen, des Bandapparates oder der Wirbelsäule führen.

Zur Stärkung oder Entspannung des Muskels stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So sind für die einzelnen Muskeln sowohl Akupressurpunkte,  Neurovaskuläre Kontaktpunkte, Reflexpunkte oder die Meridianzugehörigkeiten, beschrieben.

 

Unser körperliches System wird beeinflusst von unseren Emotionen und Gedanken. So können krankmachende und gesundheitsfördernde Aspekte im Sinne eines Biofeedback-Verfahrens bei der Behandlung wahrgenommen werden.

 

Eine Touch for Health Balance ist hilfreich bei allen orthopädischen Erkrankungen, wie Lumbalgien, Arthrosen und anderen muskuloskelettalen Problemen und zur Unterstützung der Regeneration nach Unfällen.

 

 

Brain Gym

 

Mit Hilfe dieser umfangreichen Methode können durch Verknüpfung von der emotionalen und logischen Denkinstanz Blockaden gelöst werden. Brain Gym wurde zunächst zur Unterstützung von Lernprozessen für Kinder entwickelt. Schnell wurde jedoch klar, dass auch Traumatisierungen, Ängste, Allergien und Psychosomatische Beschwerden dadurch behandelt werden können. Nach der Anamnese erfolgt die kinesiologische Testung und dann durch gezielte Übungen die Lösung des Themas. Die Selbstheilungskräfte können aktiviert werden. Die Lösung wird nicht mit dem Verstand erfasst, sondern im Unterbewussten.

 

Brain gym ist ebenso hilfreich zur Unterstützung für Menschen mit Legasthenie oder Dyskalkulie sowie zur Förderung der Konzentration, d.h. es kann neben anderen Verfahren auch nützlich für die Behandlung von ADS und ADHS sein.

 

Brain gym wird ebenso angewendet bei der Behandlung von Ängsten aller Art, gerne jedoch auch Prüfungsängste, Versagensängste etc..

 

Integration frühkindlicher Reflexe:

 

Frühkindliche Reflexe dienen dem Neugeborenen dazu, auf die Welt zu kommen und Muskeln und Nervensystem zu verknüpfen, so dass willentliche Bewegungen ausgeführt werden können. Sie helfen uns bei der Schulung und Ausbildung der Wahrnehmung und Koordination unserer Sinne. Unser Körper reagiert auf Sinneswahrnehmungen unwillkürlich mit einer Antwort auf unsere Wahrnehmung in Form von Muskelspannung, Hormonausschüttung, Bildung von Enzymen, Aktivierung von Stoffwechselprozessen etc..  Sind unsere frühkindlichen Reflexe im Laufe der Entwicklung nicht völlig integriert, erzeugt das im Körper Stress, da die Antwort automatisch ohne Bezug zu unserem bewussten Willen abläuft, bzw. dieses Programm zusätzlich läuft und unsere bewussten Entscheidungen im Widerstreit zu Überlebensautomatismen stehen.  Man könnte es vergleichen mit einem Auto das sie selbst steuern möchten, der Tempomat sich aber nicht ausschalten lässt. Sie brauchen viel Energie um zu bremsen (entspannen), oder ein maßvolles gelassenes Lenken durchzuführen. Sie brauchen permanent Kontrolle und sind dementsprechend erschöpft, unruhig, überaktiv, gelähmt, depressiv, unproduktiv. Obwohl sie etwas gelernt haben, läuft es nicht automatisch, sondern bedarf einer großen Konzentration. Permanent erhalten Sie Informationen, die überflüssig sind für ein selbstbestimmtes, gelassenes, vertrauensvolles Leben. Sie vermeiden bestimmte Tätigkeiten oder Herausforderungen. Je nach Umfang der erhaltenden primitiven Reflexe tritt dann ein Dauerstress auf, oder es entsteht ein Stress nur in bestimmten Situationen. Dieser Stress kann sich durch Lernstörungen, Anpassungsstörungen, oder der Unfähigkeit bestimmte Bewegungsabläufe oder Verhaltensweisen zu lernen, zeigen. Erschöpfung, Burn out, Ängste, Panikattacken, Vermeidungsverhalten, Beziehungsprobleme können daraus resultieren. In der Spätfolge, können so auch orthopädische Erkrankungen entstehen. Frühkindliche Reflexe können sowohl nach dem 1. Lebensjahr bestehen geblieben sein, oder als Folge einer Traumatisierung oder einer Krankheit wieder zum Vorschein kommen. Ganz physiologisch treten sie im Alter wieder auf und bei Bewegungsarmut. Dadurch können Schmerzen, Gangunsicherkeit und ein Abnehmen unserer kognitiven Fähigkeiten entstehen. 

 

Die Überprüfung der frühkindlichen/primitiven Reflexe, bzw. die Kontrolle der Stressreaktion auf Bewegungsabläufe, die den primitiven Reflexen zugeordnet werden, ist Teil der Behandlung der Legasthenie, Dyskalkulie, ADS, ADHS und anderer Entwicklungsstörungen.

 

Durch gezielte Übungen aus dem Brain Gym Programm kann eine Integration der frühkindlichen Reflexe zu Gunsten von Halte- und Stellreflexen kommen (der Tempomat wird ausgeschaltet und schaltet sich nur in Extremsituationen wieder an) und damit einhergehend zu einer allgemeinen Reifung und Verknüpfung von Nervenstrukturen des ZNS. Auch im Erwachsenenalter kann die Integration primitiver Reflexe nötig oder sinnvoll sein. Unruhezustände, Unsicherheit und Depressionen,  Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen oder Anpassungsstörungen können Symptome sein. Auch die Ausprägung von Süchten,  Eßstörungen oder Ängsten können auf eine fehlende Integration frühkindlicher Reflexe zurückzuführen sein.  In der Traumatherapie kann die Integration frühkindlicher Reflexe die Überwindung des Traumas und die daraus folgenden gesundheitlichen Folgen, günstig beeinflussen.

In der Orthopädie können für immer wiederkehrende Rückenschmerzen, eine Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose) oder aber für eine schwächere, anfällige Seite,  ebenfalls noch bestehende frühkindliche Reflexe verantwortlich sein. Frühkindliche Reflexe haben einen Einfluss auf Muskelspannung und Muskeltonus. Pesistierende primitive Reflexe können auch einen Einfluß auf unseren Stoffwechsel und unser Hormonsystem haben und so auch für die Entstehung von Knochenabbau, oder Osteoporose haben.

Frühkindliche Reflexe haben ebenso einen Einfluß auf unser hormonelles System. Z. B. auf unseren Schlaf- Wach Rhythmus oder  auf das Körpergewicht.

Auch die Entstehung von Diabetes und gynäkologische Erkrankungen, Schilddrüsendysfunktionen können als Ursache persitierende primitive Reflexe haben.

Ich habe zu den frühkindlichen Reflexen einen Fragebogen erarbeitet, der erste Anhaltspunkte darauf gibt, welche Reflexe ggf. nicht integriert sind. Bei Interesse schicke ich Ihnen diesen gerne zu, wenn Sie mir einen Freiumschlag mit 1,45 Porto beilegen.

Buchempfehlung

Falls Sie sich zu diesem sehr komplexen Thema belesen möchten, so empfehle ich Ihnen das Buch von Sally Goddard Blythe "Greifen und Begreifen". Es gibt in diesem Buch Hinweise über durchgeführte Studien bei Kindern mit Lern- und Entwicklungsstörungen. Sowie einige Fallberichte für die Behandlung Jugendlicher und Erwachsener

 

Da ich in der Schmerzambulanz arbeite, ist mir aufgefallen, dass chronisch kranke Menschen, oft über die gleichen Schwierigkeiten klagen, wie Kinder, deren Reflexe nicht integriert waren. Ebenso traten diese Schwierigkeiten nach traumatischen Erlebnissen auf. So begann ich die Untersuchung der primitiven Reflexe und die Therapie von chronischen Schmerzpatienten mit bisher gutem Erfolg. Ich habe zu diesem Wissensgebiet bisher nur wenig unterstützende Studien gefunden, auch ist diese Herangehensweise in der Schulmedizin (noch) nicht üblich. 

Alle genannten Beschwerden können natürlich auch andere Ursachen, als nicht integrierte frühkindliche Reflexe haben, wenn jedoch übliche leitlinienorientierte Behandlungsversuche fehlschlagen, ist die Überprüfung der Reflexe sinnvoll.

Es wird zwar im Rahmen der Neugeborenenuntersuchungen das Vorhandensein der frühkindlichen Reflexe überprüft, aber später nicht, ob sie noch ausgelöst werden können, es sei denn das Kind hat einen Grad der Behinderung.

 

Wie erfolgt die Integration:

1)Bei einer körperlichen Untersuchung werden die persistierenden frühkindlichen Reflexe ausfindig gemacht. Jeder Reflex hat einen Auslöser, auf den das Lebewesen  unwillkürlich reagiert.

2)Es wird eine kinesiologische Balance durchgeführt.

3)Es werden die Bewegungsübungen ausfindig gemacht, die dazu geeignet sind, diese Reflexe zu hemmen und stattdessen entsprechende Halte - und Stellreflexe zu installieren, die in höheren Gehirnzentren verarbeitet werden.

4) Dieses Übungsprogramm ( ca 10 Minuten ) sollte täglich über einen Zeitraum von 4-6 Wochen ausgeführt werden.

5)Es erfolgt eine Überprüfung, ob die Reflexintegration erfolgreich war.

 

Es wird immer nur ein Reflex auf einmal integriert. Sollten mehrere persistierende Reflexe vorhanden sein, werden sie in der Reihenfolge Ihres physiologischen Entstehens behandelt.

Hierbei können die Übungen je nach Reflex variieren.

 

 

  • Leiden Sie unter Schwindel?
  • Reisekrankheit?
  • erhöhtem Muskeltonus?
  • ist alles schwer?
  • Gangunsicherheiten?
  • Machen Sie unwilkürliche Mundbewegungen?
  • unwillkürliche Kopfbewegungen beim Schreiben?
  • Schluckstörungen?
  • Artikulationsstörungen?
  • Süchte?
  • häufige Unfälle durch Stürze?
  • verkrampfte Stifthaltung?
  • Lese- Rechtschreibschwierigkeiten?
  • Ist der Einbeinstand schwierig?
  • Haben Sie eine Abneigung gegen Tätigkeiten, die kleine genaue Bewegungen erfordern?
  • Körperlicher Furchtsamkeit?
  • Lichtempfindlichkeit?
  • Geräuschempfindlichkeit?
  • Empfindlichkeit der Fußsohlen?
  • Koordinationsstörungen?
  • Balancestörungen?
  • Ruckartige, steife Bewegungen?
  • Haben Sie Schwierigkeiten Geräusche zu lokalisieren?....

Das sind nur einige Symptome, die auftreten Können. Diese Symptome können in jeder Generation zu finden sein. Nach traumatischen Erlebnissen, oder Schockzuständen kann es sein, dass frühkindliche Reflexe wieder aktiv werden. Die oben genanten Symptome sind ein Mix durch die verschiedenen frühkindlichen Reflexe. Es gibt auch noch andere Erklärungen für das Vorhandensein dieser Symptome unabhängig davon, ob die Reflexe integriert sind. Gerne überprüfe ich jedoch das Vorhandensein der Reflexe.

Mit Hilfe von Körperübungen lassen sich die Reflexe nachträglich in jedem Alter integrieren.  Sie erhalten eine individuelle Übungsanleitung.

 

Lernen ist einfach

Falls das auf dich nicht zutrifft, kannst Du gerne einmal mit Deinen Eltern vorbeikommen und wir schauen mal woran das liegen könnte.

Wir können schauen

  • ob Deine frühkindlichen Reflexe noch aktiv sind?
  • über welche Sinne Du am Besten lernst
  • Lern- und Verhaltensstrategien entwickeln, die Dir ein erfolgreiches Lernen ermöglichen,
  • ob Ängste Dich blockieren- und diese ggf. abbauen
  • ergründen, was Dich sonst davon abhält.