Alternative Schmerztherapie

 

Woher kommt der Schmerz?

 

Diese Frage ist bis heute nicht abschließend geklärt. Akuter Schmerz hat einen warnenden Charakter und dient dem Überleben und der chronische Schmerz? Rudolf Steiner sagt: Schmerz ist eine extreme Äußerung des Lebenssins. Nun es kann sein, dass Sie von diesem Sinn noch nie gehört haben? Rudolf Steiner hat in seiner Sinnesbetrachtung 12 Sinne gefunden. Alle 12 Sinne haben einen Anteil an unserer Wahrnehmung. Nur was wirklich wichtig für uns ist, wird quasi zum Großhirn weitertransportiert. Ein Bruchteil dessen, was wir wahrnehmen, wird uns bewusst. Die meisten Sinneseindrücke, werden von Teilen des Gehirns verarbeitet, zu denen wir keinen bewussten Zugang haben. Die Antwort läuft automatisch ab. Wenn alles gut läuft, arbeiten diese 12 Sinne gut zusammen und wir können eine einheitliche Antwort auf unsere Sinneseindrücke geben.

 

 

Wie antworten wir eigentlich auf Sinneseindrücke?

 

Die Antwort unserer Sinneseindrücke erfolgt über unser

 

·         Nervensystem  

 

·         Hormonelle System  

 

·         Muskel- Skelettsystem

 

·         Immunsystem

 

·         Gedanken

 

·         Emotionen

 

·         Worte

 

·         Handlungen

 

Weiterhin hängt die Antwort von unseren bewussten und unbewussten Erfahrungen, Konditionierungen, Glaubenssätzen, Zielen ab.

 

 

Welche Bedeutung könnte der Lebenssinn haben?

 

Ist dieser Lebenssinn vielleicht eine übergeordnete Instanz, die aufpasst, dass alles wohl in Ordnung bei Ihnen ist und bleibt. Eine unbewusste Instanz, die Ihr Leben schützt? Wo ist die Instanz, die weiß, wie es in unserer Leiblichkeit auszusehen hat? Die Anthroposophie nennt diese Instanz Geistesmensch. Der Mensch würde sich nie entwickeln können, hätte er nicht das Schmerzgefühl. Der Schmerz durchdringt alle Schichten der Seele. Antrieb und Erkenntnis, die Fähigkeit der Veränderung und Anpassung an die Umwelt, unsere Selbstheilungskräfte, Lernen, Verhalten und Entwicklung werden wohl von diesem Lebenssinn gesteuert. Wir erhalten einen Anhalt, welcher Sinn zu stark, welcher zu schwach ausgeprägt ist und können ein für uns richtiges Maß finden auch durch die Spiegelungen unserer Umwelt. Wir erlangen zu Erkenntnis. Das Gegenteil des Schmerzes ist die Betäubung.  

 

Wo sitzt der Lebenssinn?

 

Wir haben ihn bisher nicht innerhalb des Körpers gefunden, er könnte also auch außerhalb unseres Körpers z.B. in unserer Aura verortet sein. Vielleicht ist es nötig auch die Aura in die Therapie chronischer Schmerzen einzubeziehen? Vielleicht klären sich dann auch die Phänomene der Phantomschmerzen auf?

 

 

 

Welcher Sinn oder welches Zusammenspiel mehrerer Sinne erzeugt diese Antwort (Symptom/ Krankheit?

 

Wenn die Antworten unserer Sinneswahrnehmungen der 12 Sinne nicht zusammenpassen, entstehen Symptome oder die Krankheit, die wir nicht mögen. So können wir einen Zugang zu unserem unbewussten so sein und der Herkunft der Antwort erhalten und geeignete Therapien für die Behandlung  ableiten, die nicht auf die Unterdrückung der Symptome, sondern auf Heilung abzielen. Nicht der Therapeut, sondern Sie selbst kennen die Antwort. Der Therapeut kann Sie anleiten, ihre Antwort und das Ungleichgewicht zu finden.  

 

 

Gibt es Fragen, die dabei hilfreich sein können?

 

Was ist für Sie nicht in Ordnung, im Gleichgewicht? Wo hören Sie nicht auf Ihre Bedürfnisse? Ihre Intuition? Wofür verurteilen Sie sich? Welche Glaubenssätze Konditionierungen oder traumatischen Erlebnisse belasten Sie? Welche widersprüchlichen Handlungen, Gedanken, Werte leben Sie?

 

 

Welche Therapieverfahren könnten sinnvoll sein?

 

Daraus ergeben sich neben der medikamentösen Schmerztherapie andere einzubeziehende  Therapieverfahren, z. B. Hypnose, Imagination, Musiktherapie, Eurythmie, Kunsttherapie, kinesiologische Verfahren, Massagetechniken, Akupunktur, Empathische Kommunikation, Verhaltenstherapie, Reflexintegration, Physiotherapie, Biographiearbeit, Progressive Muskelentspannung, , die Arbeit mit „The Work“ von Byron Katie, und viele mehr.

 

Eine Medikamentöse Schmerztherapie gibt uns die Chance aktiver und leichter in die Selbstwirksamkeit zu kommen und „arbeitsfähig“ für die eigene Heilung zu werden. Die Unterdrückung der Symptome durch eine rein medikamentöse Schmerztherapie, ohne ein „sich auf den Weg machen“, führt meiner Meinung nach in eine Sackgasse, zu Symptomverschiebungen und weiteren Krankheiten. Aus diesem Grund gehört zur effektiven chronischen Schmerztherapie sowohl die schulmedizinische als auch die alternativmedizinische Therapie. Ziel ist die Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortlichkeit des Patienten für seine Gesundheit zu fördern.

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Jede gute Schmerztherapie hat zum Ziel, dass Sie Selbstbewusst und Selbstwirksam Ihr Leben gestalten ohne dauerhafte Abhängigkeit von Therapeuten, Maßnahmen oder Medikamenten. Alles hat seinen Sinn. Ist der Sinn erkannt, können Sie Strategien finden, die zu Ihrer Heilung führen.